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Die Deutsch-Thailändische Gesellschaft wurde
am 2. Mai 1962 gegründet, 100 Jahre nach Ratifizierung des ersten
Abkommens zwischen dem Königreich Siam und Deutschland - damals
(1862) noch aus den Staaten des Zollvereins und den Großherzogtümern
Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz bestehend - in
dem es heißt, dass „…zwischen den kontrahierenden Staaten …
dauernder Friede und unwandelbare Freundschaft…“ entstehen sollen.

(Hellmut Girardet) |
Zum
25jährigen Jubiläum der DTG formulierte der damalige Staatsminister
im Auswärtigen Amt Helmut Schäfer: „Die Gesellschaft begeht
ihre 25-Jahr-Feier im Jahre 1987. Dies ist zugleich das
Jahr, in dem der thailändische König seinen 60., genauer
gesagt, seinen fünf mal zwölften Geburtstag begeht. Dies
möge zugleich ein gutes Omen für Ihre weitere Arbeit sein.“
Es war ein Kreis von sieben Gründungsmitgliedern, der
im Jahre 1962 die Deutsch-Thailändische Gesellschaft aus
der Taufe hob. Zu diesem Kreis gehörten seinerzeit u.a.
der Düsseldorfer Verleger Dr. Hellmut Girardet, Frau Gerta
Tzschaschel und Dr. Michael Girardet. Es war Dr. Hellmut
Girardet, der zugleich bis zu seinem Tode 1973 der erste
Präsident der Gesellschaft wurde, die er in der ganz wichtigen
Aufbauphase leitete, immer getragen von dem Ideal einer
Völkerverständigung zwischen dem „Land der Freien“ und
der Bundesrepublik Deutschland.
Die Gesellschaft erinnert sich seiner in großer Dankbarkeit!
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Nach ihm übernahm für eine Übergangsperiode Dr. Kurt Daniel, Ministerialdirektor im Bundeswirtschaftsministerium die Präsidentschaft der DTG, dem dann ab 1977 bis 1987 Frau Gerta Tzschaschel folgte, die bereits vorher von Beginn der Gesellschaft an zuerst als Generalsekretärin, später als geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin tätig gewesen war und zu deren Amtszeit sich die Arbeitsfelder wie die Zahl der Mitglieder enorm ausweitete und obendrein das wichtige Drewes-Stipendienprogramm begründet wurde. Folgerichtig wurde Frau Tzschaschel (und mit ihr die DTG) dann auch im Jahre 1984 durch den thailändischen König mit dem Offizierskreuz des Ordens „Krone von Thailand“ ausgezeichnet. Zur Seite standen ihr u.a. als Vizepräsidenten Dr. Michael Girardet, der ¬¬- seinem Vater folgend - die DTG über Jahre ideell wie materiell enorm unterstützte, sowie Dr. Lutz Hartdegen, der sich durch seinen Kampf gegen die Lepra im Norden Thailands ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. Im Jahre 1987 ging die Leitung der Gesellschaft in die Hände von Dr. Hans Christian Lankes über, der gegen Ende seiner diplomatischen Karriere als deutscher Botschafter in Bangkok akkreditiert gewesen war.
Hans Christian Lankes prägte die DTG ebenfalls zehn Jahre lang bis 1997 und setzte neue Standards: Der Austausch zwischen Botschaften, Ministerien, ausländischen Kulturvereinen und der DTG wurde intensiviert, die Kommunikation nach außen wie die interne zwischen Mitgliedern, Vorstand und Beirat nach innen gewann eine neue Qualität, die Thailand-Rundschau wurde gegründet, eine Vielzahl von Bänden der Schriftenreihe erschien, das Stipendienprogramm wurde erfolgreich fortgesetzt.
Zwischen 1997 und 2003 leitete Prof. Dr. Helmut Eggers ausgesprochen
ziel- und sachorientiert die Gesellschaft. Ab 2003 bis zu seinem
plötzlichen Tod im April 2009 lag die Präsidentschaft in den
Händen von Karl Weber – seiner Persönlichkeit entsprechend eine
Zeit ruhiger Außendarstellung gepaart mit enormer integrativer
Kraft nach Innen. Seit Ende April 2009 nun wird die DTG durch
die neue Präsidentin Prof. Dr. Frauke Kraas geführt. Die jeweilige
Leitung der Botschaft des Königreichs Thailand in Deutschland
ist Ehrenpräsident/in der Deutsch-Thailändischen Gesellschaft.
Bald fünfzig Jahre nach Gründung ist objektiv viel erreicht
worden: Kunstausstellungen, Symposien, Vorträge, Konzerte klassischer
Thai-Musik und Leseabende gehören ebenso dazu wie das Stipendienprogramm
und die Förderung wissenschaftlicher Arbeiten über Thailand
und Projekte der kulturell-sozialen Entwicklungshilfe in Thailand.
Die alljährliche Mitgliederversammlung, Empfänge in der Residenz
des Thai-Botschafters, sowie die DTG-Schriftenreihe und die
Thailand-Rundschau tragen zu den guten und tragfähigen Verbindungen
zwischen den Mitgliedern unserer Gesellschaft bei. Hinzu kommt
ein eher subjektiver kaum messbarer Gewinn: Es ist inzwischen
ein festes Band ganz selbstverständlicher deutsch-thailändischer
Beziehungen gewachsen, die tragfähig sind und auch Konflikte
wie Interessengegensätze aushalten. Die wechselseitigen Vorstellungen
haben vielleicht an Exotik eingebüsst, dafür aber an realistischer
Normalität und Partnerschaftlichkeit gewonnen. |